Biergärten bzw. Gartenwirtschaften in der Pfalz – eine Auswahl

In Schöppchen Weinschorle aus dem Dubbeglas oder ein Radler (im Norden Alsterwasser genannt) trinkt man im Sommer am liebsten im Freien – der Biergarten oder die Gartenwirtschaft mit schattigen Plätzen unter Bäumen sind bei steigender Quecksilbersäule besonders beliebt.

Weil Biergärten in Bayern erfunden wurden, finden sich in der an sich eher weinseligen Pfalz gerade in der alten Kaiserstadt Speyer, die zwischen 1816 und 1945 von Bayern regiert war, besonders verlockende Biergärten: Unter Lindenbäumen und Kastanien genießt man beispielsweise im Biergarten der Domhofbrauerei nicht nur ein frisch gezapftes Domhof-Bier aus eigener Herstellung, sondern auch den Blick auf den Dom.

Oder man lässt inSpeyers ältestem Biergarten, dem „Alten Hammer“, wie andere Gäste schon seit 1919 bei Limo oder Bierchen im Schatten den Blick über die Rheinpromenade schweifen, schaut den Spaziergängern beim Spazieren und den Bootchenfahrern beim wellenschlagenden Vorbeizischen zu und lässt sich friedlich stimmen von dem sanften Wellengeplätzer, mit dem der Rhein an seine Ufer schwappt.

In Schifferstadt bietet das „Bistro Chalet“ einen schnuckeligen kleinen Biergarten mit 102 Plätzen im Kopfsteinpflasterhof neben dem Fachwerk-Restaurant. Hier schmecken auch ein deftiger Flammkuchen und statt einem Bierchen eine erfrischende Weinschorle.

Die Oxe Tapasbar, ebenfalls in Schifferstadt, hat zwar keinen Biergarten im Bayerischen Sinne, aber man kann in einem schönen Hof unter Schirmen sitzen und den Blick auf das Alte Rathaus, einen historischen Fachwerkbau von 1558, und den Garten rund um altes und neues Rathaus genießen.

Verwunschen mutet der Biergarten der Gaststätte ‚Zum Schwanen‚ an (Langgasse 1, 67105 Schifferstadt): ein lauschiges Plätzchen inmitten von Blumen bietet der Hinterhof, den man hinter der optisch etwas bieder daherkommenden Gaststätte nicht vermutet. Übrigens ist auch die Küche (Hausmannskost und mediterran Inspiriertes) zwar einfach aber schmackhaft.
Seit Januar 2011 ist der „Schwanen“ geschlossen, sollte sich ein neuer Pächter finden, wäre das schön.

Das Bistro Nemo, benannt nach Jules Vernes ‚Kapitän Nemo‘ aus dem Roman 20.000 Meilen unter dem Meer hat ebenfalls an einem Biergarten angedockt, an dem man unter Platanen Kaffee, Bier oder Cocktails schlürft.

Unter Platanen sitzt man im „Rheinterrassen – Gasthaus am Fluss“ in Mannheim, nur etwa rund 500 Meter vom Hauptbahnhof und 200 Meter von der Jugendherberge entfernt. Der Blick auf den Rhein und das mediterran angehauchte Ambiente mit Buchsbäumchen in bauchigen Amphoren und blühenden Pflanzen überall ist genau richtig für einen gemütlichen Ausklang des Arbeits- oder Urlaubstages.

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